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Das
Zunftprogramm 2010 stand ganz im Zeichen unseres Jubiläums.
750 Jahre hat die Schneidernzunft das handwerkliche, politische und
gesellschaftliche Leben der Stadt Basel mitgeprägt.
Nun durften wir mit Stolz feiern.
Am 4. September 2010 findet das grosse gemeinsame Fest der vier
jubilierenden Zünfte statt.
| Am 4.
September kam der grosse Tag für die 4 jubilierenden Zünfte: der
gemeinsame Festakt im
Münster und das Fest im Volkshaus. Bei der Besammlung im Hof des
Zunftlokals
konnten wir schon früh morgens unsere Gäste aus Bern, Schaffhausen, Zug
und
Zürich begrüssen. Meister Jörg Zulauf machte uns in gekonntem
Sechseläuten-Stil
Mut für den grossen Tag und beschenkte uns mit einem eleganten
Trinkpokal.
Nachdem wir auch von den anderen Delegationen schöne Gaben
entgegennehmen
durften, ging es schnurstracks zum Rheinsprung, wo sich das Spiel und
die
ganze Zunft auf den Sternmarsch zum Münster aufmachten. |
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Im Glanz der Ursprungskirche aller Basler
Zünfte wurde die Festgemeinde (ca. 480 Personen) vom Chor und Orchester
unter
der Leitung von C. Herrmann hervorragend ein- gestimmt. Die
Jugendlichen des
Gymnasiums am Münsterplatz sangen und musizierten nicht nur beschwingt
und
würdig zugleich, sie persiflierten mit einem witzigen Theater- sketch,
wie die
Zünfte heute z.T. wahrge- nommen werden. Die vom bestens gelaunten
Herold Franz
Freuler angekündigten Ehrengäste Nationalrat P. Malama und der Vor-
sitzende Meister
W. Studer wiesen in einer Tour d’horizon auf den wandelnden Stellenwert
Basels und der Zünfte & Gesellschaften hin, dies in gewohnt
kritischer Art
aber auch gespickt mit dem ihnen eigenen Humor. |
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| Der Apéro
unter den
schattigen Kastanien beim Münsterplatz gab Gelegenheit, sich mit
Freunden zu
unterhalten und sich zu erfrischen. Danach formierten sich die
Jubelzünfte
mit ihren Gästen zu einem imposanten Tross, der angeführt von den
Bannern und
dem vereinigten Zunftspiel über den Rhein zum Volkshaus marschierte.
Eine beachtliche
Zuschauerkulisse stand Spalier. |
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| Im Volkhaus
erwartete
uns ein exquisites Bankett mit vorzüglicher Bedienung, hier darf dem
Patron
Martin Künzel dickes Lob gezollt werden. Der Nüsslisalat und die
Seeteufel-Medaillons waren kaum
aufgegessen, als Raoul Furlano die grosse Festgemeinde in einer fast
päpstlichen Grussformel begrüsste. |
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Dann sprachen die 4
jubilierenden Meister bei ihrer sorgfältig orchestrierten gemein- samen
Rede
über die Errungenschaften und Zukunft der Zünfte. Carlo Conti, Regie-
rungsrat
und Zunftbruder zugleich, nahm in seiner brilliant vorgetragenen Rede
(z.T. auf
Englisch) u.a. auch Theobald
Baer- warts Missi-Episode aufs Korn und ver- abschiedete sich mit einem
überraschenden Geschenk (je Fr. 3‘000.-) an die Jubelzünfte.
Der
Ablauf nach dem Hauptgericht (Kalbssteak, Cognacsauce, Bratkartoffeln,
Gemüsebeilage) war sehr kurzweilig. Eine Tanzeinlage junger Frauen, die
den
Puls der älteren Zünfter wieder ansteigen liess, sowie die
Grussbotschaften aus
Zürich und von den Talzünften rundeten die vergnü- gliche Feier ab. Mit
dem
Schlussbouquet der Wild Bunch-Truppe und
aller Zunftspielleute endete dieser denkwürdige Tag,
und die meisten
liessen es sich im Hof bei einem Schlummerbecher gut gehen.
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